Tja, was soll das nun hier – und wozu soll es gut sein?

Kurz gesagt  es geht dabei  um unsere Privatsphäre und  um Menschen, die unser „öffentliches  Leben “ in unseren Blogs schamlos ausnutzen, um Bilder und Daten von unseren Seiten zu klauen – mit dem Ziel, uns zu diskreditieren.

Konkreter  ist es vor allem eine Geschichte in den letzten Tagen, die uns bewogen hat, diesen Schritt zu gehen und unsere Blogs nach aussen abzuschotten. Zu der auch noch eine längere Vorgeschichte gehört.
Treue Stammleser unserer Blogs werden jetzt sicher schon wissen, was ich meine….

Trotzdem werde ich nochmal etwas weiter ausholen, da das ganze seinen Anfang schon vor acht Jahren – also 2011- nahm.

Damals tauchen in einigen Blogs plötzlich Kommentare mit rassistischen und rechtem Gedankengut auf, augenscheinlich abgegeben von Menschen, die sich als langjährig bekannte Leser und Kommentatoren dieser Blogs nie politisch geäussert hatten.
Tatsächlich waren es aber  gar nicht die vermeintlichen Personen, sondern ein Deutscher, der – in Japan ansässig – sich die Usernamen und die (!) frei zugänglichen (!) E-Mail-Adressen dieser User angeeignet hatte, um so die Kommentarsperren in den Blogs zu umgehen und ungehindert seinen Müll zu verbreiten – Womit er  eine heftige Panik in Bloggersdorf auslöste.
Was zur Folge hatte, dass einige Blogger aufgegeben haben und andere immer schweigsamer, misstrauischer  und vorsichtiger wurden.

Nachdem die Community dieses Muster in Zusammenarbeit vieler Blogger aufgedeckt hatte und er mit seinem Spam immer seltener den Erfolg einer Veröffentlichung feiern konnte, kam die nächste Eskalationsstufe:

Bilder wurden geklaut, Adressen aus Impressen kopiert und damit Fake-Blogs aufgesetzt, die –  garniert mit Hitlerbildchen und ähnlichem Schweinkram – mit  den entwendeten Identitäten vorgauckeln sollten, dass sich hinter sonst ganz netten Menschen aus der Bloggerszene in Wirklichkeit perverse Nazis verstecken würden.
Zunächst in Japan, aber auch auf WordPress.com , bei Blogger.com und einigen anderen Anbietern tauchten diese Seiten auf.

Schwierig für die, deren Identitäten da verwendet wurden, denn dagegen ist man relativ machtlos, zumal einige Anbieter diese unliebsamen Seiten nur sehr zeitverzögert oder gar nicht löschen.
Rufschädigend ausserdem, wenn z.B.  potentielle Arbeitgeber, Kollegen oder Freunde auf solche Seiten stossen.
Und wirklich unangenehm, sein eigenes Bild auf solchen Schmier-Seiten zu sehen und seinen eigenen Namen da zu lesen.

Besser wurde das erst, als aus der Community heraus der Spiess umgedreht wurde und plötzlich ein Blog entstand, der unter dem NickNamen des Spammers seine Missetaten und Missgeschicke durch den Kakao zog und ihn auf die Art lächerlich zu  machen versuchte.
Auch seine Kommentare – dort abgegeben – wurden umgedichtet und gegen ihn verwendet.
Frei nach dem Motto:

„Worüber man lacht, davor muss man keine Angst haben“

Die beste Aktion war allerdings, als sich 2012 am Holocaust-Gedenktag viele Blogs zusammen taten und Beiträge zu Themen wie Judenhass, Rassismus, rechte Gewalt u.ä. posteten, ohne dazu Kommentare zu erlauben.
Ein Waterloo für den Spammer, der sich nun überall mit der ganz anderen Sichtweise zu dem Thema konfrontiert sah, mit  dem er selbst provozieren wollte. Und noch schlimmer muss für ihn gewesen sein, nicht seinen braunen Senf dazu geben zu können 🙂

Etwas später ebbte die Spamflut dann ab, und es war bis auf wenige Ausnahmen lange Zeit relativ ruhig – bei uns jedenfalls und in den meissten befreundeten Blogs auch.

Bis vor ein paar Tagen, als plötzlich wieder brauner Müll aus Japan herüber schwappte und damit das gleiche Spiel begann wie damals im Jahr 2011:

Wieder die gleichen unappetitlichen  Kommentare, wieder geklaute Identitäten


– unter anderem auch meine. war wieder mal dabei.

Nicht meine E-Mail-Addy, nicht mein Stil und schon gar nicht meine politischen Ansichten!

wie ich schon an anderer Stelle schrieb.
Und das nicht nur in anderen Blogs, sondern auch wieder bei uns.

Darauf hin habe ich erst mal versucht, diesen durchgeknallten Zeitgenossen mit IP-Sperren und Netzwerkblockaden von unseren Seiten fern zu halten – mehr oder weniger erfolgreich, aber auch immer wieder mit der leidvollen Erfahrung, dass diese Art der technischen Sperren nicht  wirklich ausreichten, um ihn dauerhaft abzublocken.

Als dann am Samstag auch noch ein Fake-Blog mit einem unserer Hochzeitsbilder und unseren Namen im Impressum auftauchte, war das Mass voll:


Da mussten nun also radikalere Massnahmen her, um uns zu schützen. Auch der Gedanke unsere Blogs zu schliessen stand kurz im Raum.

Oder aber – das, was jetzt passiert ist:

Umzug der Blogs auf andere Domains und eine Portalseite mit Einlasskontrolle davor.
Schliesslich werden wir uns von einem perversen Psychopathen nicht diktieren lassen was wir zu tun und zu lassen haben!
Und so können wir sicher sein, dass wir wieder frei schreiben können und dieser Spinner sich nicht weiter an unseren Inhalten bedient.

Ihr seht also, es geht dabei um unseren Schutz, aber auch um den Schutz unsrer Kommentatoren und der Blogs aus unseren Linklisten, die sonst wohl auch zur Basis für seine braunen Provokationen werden könnten. ,

Deshalb müssen wir Euch die Unbequemlichkeiten einer virtuellen Gesichtskontrolle leider zumuten.
Ich hoffe jetzt, Ihr habt Verständnis dafür, dass es einstweilen keinen freien Zugang bei uns gibt und haltet uns trotzdem die Treue.

Vielleicht wird das ja auch bald wieder anders…

Und bis dahin:
Meldet Euch einfach an, damit ihr nichts verpasst 🙂

Vielen Dank fürs Lesen
Martin (herr_momo)


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